Die voraussichtliche Rentenerhöhung zum 01.07.2019

Erst im Jahr 2018 konnten sich die etwa 21 Millionen Rentner über eine kräftige Rentenerhöhung freuen. Die Renten wurden zum 01.07.2018 um 3,22 Prozent in den alten Bundesländern und um 3,37 Prozent in den neuen Bundesländern angehoben.

Im Jahr 2019 werden die Renten, wenn man nach dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2018 geht, abermals kräftig angehoben. Legt man die derzeit vorhandenen Daten zugrunde, könnte die Rentenerhöhung zum 01.07.2019 3,18 Prozent in den alten Bundesländern und 3,91 Prozent in den neuen Bundesländern betragen.

Mit den endgültigen bzw. amtlichen Werten ist allerdings erst im Frühjahr 2019 zu rechnen. Diese können dann hier nachgelesen werden. Bei den genannten Werten handelt es sich derzeit noch um Schätzungen; die definitiven Prozentsätze der Rentenerhöhung können damit noch nach unten oder oben abweichen.

Mehrfache Rentenerhöhung 2019

Oftmals wird der Begriff „doppelte Rentenerhöhung“ oder „mehrfache Rentenerhöhung“ im Zusammenhang mit dem Kalenderjahr 2019 verwendet. Tatsächlich kommt es nur zu einer Rentendynamisierung, die zum 01.07.2019 die Renten wieder ansteigen lässt.

Der Gesetzgeber setzt im Jahr 2019 einige gesetzliche Änderungen um, die für die Rentner ebenfalls zu einer höheren Rente führen, weshalb von einer doppelten Rentenerhöhung gesprochen wird.

Mütterrente

Zum 01.01.2019 wird die Mütterrente II eingeführt. Dies hat zur Folge, dass die Renten von Versicherten steigen, die Kinder erzogen haben, die vor dem 01.01.1992 geboren wurden. Je Kind wird ab Januar 2019 ein halber Entgeltpunkt als Zuschlag gewährt. Dieser Zuschlag hat einen „Wert“ von 16,02 Euro in den alten Bundesländern bzw. 15,35 Euro in den neuen Bundesländern. Diesbezüglich kommt es zu einer entsprechenden Rentenerhöhung, welche jedoch nicht mit der gesetzlichen Rentendynamisierung zum 01.07.2019 zusammenhängt.

Näheres kann unter Mütterrente II nachgelesen werden.

Solidarische Finanzierung Krankenkassen-Zusatzbeitrag

Ab dem 01.01.2019 wird der Krankenkassen-Zusatzbeitrag wieder solidarisch – jeweils zu 50 Prozent – von den Rentenversicherungsträgern und den Rentnern finanziert. Bis zum 31.12.2018 mussten Rentner den Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse alleine trage. Dies hat zur Folge, dass sich für die Rentenbezieher ab Januar 2019 eine Entlastung bei den Krankenkassenbeiträgen im Umfang von etwa 0,5 Prozent ergibt. Die genaue Entlastung ist vom Zusatzbeitrag der zuständigen Krankenkasse abhängig.

Aber: Zum 01.01.2019 wird der Beitragssatz zur Sozialen Pflegeversicherung von bisher 2,55 Prozent auf 3,05 Prozent angehoben. Diese Beitragssatzsteigerung von 0,5 Prozent geht vollständig zu Lasten der Rentenbezieher. Die Rentenversicherungsträger beteiligen sich nämlich an den Pflegeversicherungsbeiträgen nicht.

Damit werden die geringeren Versichertenbeiträge beim Krankenkassen-Zusatzbeitrag durch die höheren Pflegeversicherungsbeiträge – abhängig vom tatsächlichen Zusatzbeitrag der zuständigen Krankenkasse – so gut wie „neutralisiert“.

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