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Die Beitragsbemessungsgrenzen nach § 159 SGB VI

Die für die allgemeine und die knappschaftliche Rentenversicherung geltenden Beitragsbemessungsgrenzen werden in der Rechtsvorschrift des § 159 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) geregelt.

Die Beitragsbemessungsgrenze stellt die Obergrenze dar, aus der maximal die Rentenversicherungsbeiträge berechnet werden. Die Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Rentenversicherung ist identisch mit der Beitragsbemessungsgrenze in der Arbeitslosenversicherung. Der Teil des grundsätzlich beitragspflichtigen Arbeitsentgelts (oder auch Arbeitseinkommens), der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, wird für die Berechnung der Rentenversicherungsbeiträge nicht berücksichtigt.

Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen immer zu Jahresbeginn

Nach § 159 SGB VI ändern sich die Beitragsbemessungsgrenzen jedes Jahr zum 01.01. Die Änderung erfolgt in dem Verhältnis, in dem die Bruttolöhne und Bruttogehälter je Arbeitnehmer im vergangenen zu den entsprechenden Bruttolöhnen und Bruttogehältern im vorvergangenen Kalenderjahr stehen. Die veränderten Beträge werden für das Kalenderjahr, für das die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt wird, auf das nächsthöhere Vielfache von 600 aufgerundet.

Die für ein Kalenderjahr geltenden Beitragsbemessungsgrenzen werden durch Rechtsvorordnung mit Zustimmung des Bundesrates festgesetzt. Die Ermächtigung hierfür wird durch § 160 SGB VI erteilt.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der allgemeinen und knappschaftlichen Rentenversicherung werden nach den alten Bundesländern (Rechtskreis West) und die neuen Bundesländer (Rechtskreis Ost) untergliedert. Ab dem Jahr 2025 wird es für das gesamte Bundesgebiet für die allgemeine und die knappschaftliche Rentenversicherung jeweils nur noch eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze geben; dieses Ziel wird mit den Regelungen des Rentenüberleitungs-Abschlussgesetzes erreicht.

Die jährlichen Beitragsbemessungsgrenzen, welche seit dem Jahr 1924 gelten, können der Anlage 2 und der Anlage 2a (für das Beitrittsgebiet ab dem 01.07.1990) entnommen werden.

Die Beitragsbemessungsgrenzen im Überblick

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der allgemeinen Rentenversicherung

(Werte ab dem Jahr 1995)

Jahr Rechtskreis West Rechtskreis Ost
jährlich monatlich jährlich monatlich
2020 82.800 Euro 6.900 Euro 77.400 Euro 6.450 Euro
2019 80.400 Euro 6.700 Euro 73.800 Euro 6.150 Euro
2018 78.000 Euro 6.500 Euro 69.600 Euro 5.800 Euro
2017 76.200 Euro 6.350 Euro 68.400 Euro 5.700 Euro
2016 74.400 Euro 6.200 Euro 64.800 Euro 5.400 Euro
2015 72.600 Euro 6.050 Euro 62.400 Euro 5.200 Euro
2014 71.400 Euro 5.950 Euro 60.000 Euro 5.000 Euro
2013 69.600 Euro 5.800 Euro 58.800 Euro 4.900 Euro
2012 67.200 Euro 5.600 Euro 57.600 Euro 4.800 Euro
2011 66.000 Euro 5.500 Euro 57.600 Euro 4.800 Euro
2010 66.000 Euro 5.500 Euro 55.800 Euro 4.650 Euro
2009 64.800 Euro 5.400 Euro 54.600 Euro 4.550 Euro
2008 63.600 Euro 5.300 Euro 54.000 Euro 4.500 Euro
2007 63.000 Euro 5.250 Euro 54.600 Euro 4.550 Euro
2006 63.000 Euro 5.250 Euro 52.800 Euro 4.400 Euro
2005 62.400 Euro 5.200 Euro 52.800 Euro 4.400 Euro
2004 61.800 Euro 5.150 Euro 52.200 Euro 4.350 Euro
2003 61.200 Euro 5.100 Euro 51.000 Euro 4.250 Euro
2002 54.000 Euro 4.500 Euro 45.000 Euro 3.750 Euro
2001 104.400 DM 8.700 DM 87.600 DM 7.300 DM
2000 103.200 DM 8.600 DM 85.200 DM 7.100 DM
1999 102.000 DM 8.500 DM 86.400 DM 7.200 DM
1998 100.800 DM 8.400 DM 84.000 DM 7.000 DM
1997 98.400 DM 8.200 DM 85.200 DM 7.100 DM
1996 96.000 DM 8.000 DM 81.600 DM 6.800 DM
1995 93.600 DM 7.800 DM 76.800 DM 6.400 DM

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der knappschaftlichen Rentenversicherung

(Werte ab dem Jahr 1995)

Jahr Rechtskreis West Rechtskreis Ost
jährlich monatlich jährlich monatlich
2020 101.400,00 Euro 8.450,00 Euro 94.800,00 Euro 7.900,00 Euro
2019 98.400,00 Euro 8.200,00 Euro 91.200,00 Euro 7.600,00 Euro
2018 96.000,00 Euro 8.000,00 Euro 85.800,00 Euro 7.150,00 Euro
2017 94.200,00 Euro 7.850,00 Euro 84.000,00 Euro 7.000,00 Euro
2016 91.800,00 Euro 7.650,00 Euro 79.800,00 Euro 6.650,00 Euro
2015 89.400,00 Euro 7.450,00 Euro 76.200,00 Euro 6.350,00 Euro
2014 87.600,00 Euro 7.300,00 Euro 73.800,00 Euro 6.150,00 Euro
2013 85.200,00 Euro 7.100,00 Euro 72.600,00 Euro 6.050,00 Euro
2012 82.800,00 Euro 6.900,00 Euro 70.800,00 Euro 5.900,00 Euro
2011 81.000,00 Euro 6.750,00 Euro 70.800,00 Euro 5.900,00 Euro
2010 81.600,00 Euro 6.800,00 Euro 68.400,00 Euro 5.700,00 Euro
2009 79.800,00 Euro 6.650,00 Euro 67.200,00 Euro 5.600,00 Euro
2008 78.600,00 Euro 6.550,00 Euro 66.600,00 Euro 5.550,00 Euro
2007 77.400,00 Euro 6.450,00 Euro 66.600,00 Euro 5.550,00 Euro
2006 77.400,00 Euro 6.450,00 Euro 64.800,00 Euro 5.400,00 Euro
2005 76.800,00 Euro 6.400,00 Euro 64.800,00 Euro 5.400,00 Euro
2004 76.200,00 Euro 6.350,00 Euro 64.200,00 Euro 5.350,00 Euro
2003 75.000,00 Euro 6.250,00 Euro 63.000,00 Euro 5.250,00 Euro
2002 66.600,00 Euro 5.550,00 Euro 55.800,00 Euro 4.650,00 Euro
2001 128.400,00 DM 10.700,00 DM 108.000,00 DM 9.000,00 DM
2000 127.200,00 DM 10.600,00 DM 104.400,00 DM 8.700,00 DM
1999 124.800,00 DM 10.400,00 DM 105.600,00 DM 8.800,00 DM
1998 123.600,00 DM 10.300,00 DM 103.200,00 DM 8.600,00 DM
1997 121.200,00 DM 10.100,00 DM 104.400,00 DM 8.700,00 DM
1996 117.600,00 DM 9.800,00 DM 100.800,00 DM 8.400,00 DM
1995 115.200,00 DM 9.600,00 DM 93.600,00 DM 7.800,00 DM

Beitragsbemessungsgrenze bei Mehrfachbeschäftigten

Sollte ein Versicherter aus mehreren Beschäftigungen beitragspflichtige Einnahmen beziehen, welche in Summe die Beitragsbemessungsgrenze überschreiten, sind diese anteilig zu Kürzung. Wie die Kürzung bzw. anteilige Aufteilung auf die einzelnen Beschäftigungsverhältnisse zu erfolgen hat, wird in § 22 Abs. 2 Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV) geregelt. Nach dieser Rechtsvorschrift müssen die beitragspflichtigen Einnahmen nach folgender Formel anteilig aufteilt werden:

Beitragsbemessungsgrenze x (ggf. auf Beitragsbemessungsgrenze gekürztes) Einzelarbeitsentgelt / (ggf. gekürztes) Gesamtarbeitsentgelt

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