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Entscheidungsgründe:

Die form- und fristgerecht erhobene Berufung des Klägers ist zulässig (§§ 143, 151 Sozialgerichtsgesetz - SGG).

Die Berufung ist auch in der Sache begründet. Bei dem Kläger liegen die Voraussetzungen für die Anerkennung seiner Meniskuserkrankung als BK 2102 vor. Der Bescheid der Beklagten vom 25. Oktober 2006 in der Fassung des Widerspruchsbescheides vom 30. November 2006 sowie der Gerichtsbescheid des Sozialgerichts Frankfurt vom 2. Juli 2009, in denen die Voraussetzungen für die Anerkennung einer BK 2102 verneint wurden, sind rechtswidrig und verletzen den Kläger in seinen Rechten.

BKen sind nach § 9 Abs. 1 Satz 1 SGB VII Krankheiten, die die Bundesregierung durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates als BKen bezeichnet und die Versicherte infolge einer den Versicherungsschutz begründenden Tätigkeit erleiden. Die Bundesregierung wird ermächtigt, in der Rechtsverordnung solche Krankheiten als BKen zu bezeichnen, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind und denen bestimmte Personengruppen durch ihre versicherte Tätigkeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind. Die streitgegenständliche BK 2102 erfasst Meniskusschäden nach mehrjährigen andauernden oder häufig wiederkehrenden, die Kniegelenke überdurchschnittlich belastenden Tätigkeiten.

Für die Anerkennung einer BK muss die Verrichtung einer versicherten Tätigkeit (sachlicher Zusammenhang) zu Einwirkungen von Belastungen oder Ähnlichem auf den Körper geführt haben (Einwirkungskausalität) und diese Einwirkungen müssen weiterhin die betreffende Krankheit verursacht haben (haftungsbegründende Kausalität). Die vorgenannten Merkmale der versicherten Tätigkeit, Verrichtung, Einwirkungen und Krankheit müssen im Sinne des Vollbeweises, also mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorliegen. Für die nach der Theorie der wesentlichen Bedingung zu beurteilenden Ursachenzusammenhänge genügt dagegen die hinreichende Wahrscheinlichkeit, nicht allerdings die bloße Möglichkeit. Ein Zusammenhang ist hinreichend wahrscheinlich, wenn nach herrschender ärztlich-wissenschaftlicher Lehrmeinung mehr für als gegen ihn spricht und ernste Zweifel an einer anderen Ursache ausscheiden. "Wesentlich" ist dabei nicht gleichzusetzen mit "gleichwertig" oder "annähernd gleichwertig". Auch eine nicht annähernd gleichwertige, sondern rechnerisch verhältnismäßig niedriger zu bewertende Ursache kann für den Erfolg rechtlich wesentlich sein, solange die anderen Ursachen keine überragende Bedeutung haben. Gesichtspunkte für die Beurteilung der Wesentlichkeit einer Ursache sind insbesondere die versicherte Ursache bzw. das Ereignis als solches, einschließlich der Art und des Ausmaßes der Einwirkung, konkurrierende Ursachen unter Berücksichtigung ihrer Art und ihres Ausmaßes, der zeitliche Ablauf des Geschehens und Rückschlüsse aus dem Verhalten des Verletzten nach dem schädigenden Ereignis, den Befunden und Diagnosen der erstbehandelnden Ärzte sowie der gesamten Krankengeschichte. Trotz dieser Ausrichtung an dem konkreten Versicherten ist der Beurteilung des Ursachenzusammenhangs im Einzelfall der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisstand über die Ursachenzusammenhänge zwischen Ereignissen und Gesundheitsschäden zugrunde zu legen. Abweichend von einem Arbeitsunfall mit seinem zeitlich begrenzten Ereignis, das oftmals relativ eindeutig die allein wesentliche Ursache für einen als Unfallfolge geltend gemachten Gesundheitsschaden ist, ist die Beurteilung des Ursachenzusammenhangs bei BKen in der Regel schwieriger. Denn angesichts der multifaktoriellen Entstehung vieler Erkrankungen, der Länge der zu berücksichtigenden Zeiträume und des Fehlens eines typischerweise durch berufliche Einwirkung verursachten Krankheitsbildes bei vielen BKen stellt sich letztlich oft nur die Frage nach einer wesentlichen Mitverursachung der Erkrankung durch die versicherten Einwirkungen (Bundessozialgericht - BSG -, Urteil vom 27. Juni 2006, Az. B 2 U 20/04 R).

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Grundsätze liegen bei dem Kläger zur Überzeugung des Senats die Voraussetzungen für die Anerkennung der Meniskuserkrankung als BK 2102 vor. Entgegen der Ansicht der Beklagten mangelt es hierbei insbesondere nicht an den arbeitstechnischen Voraussetzungen für die Anerkennung einer BK 2102. Dabei muss der Versicherte bezüglich der gefährdenden Einwirkungen aufgrund der versicherten Tätigkeit einer deutlich höheren Belastungsdosis als die Gesamtbevölkerung ausgesetzt gewesen sein (vgl. § 9 Abs. 1 SGB VII). Hinsichtlich der in diesem Zusammenhang zu beantwortenden Frage, welche Voraussetzungen die äußeren Einwirkungen durch die versicherte Tätigkeit erfüllen müssen, damit eine Anerkennung als BK infrage kommt, ist zunächst auf die Definition der betreffenden BK abzustellen. Die BK 2102 setzt insoweit "mehrjährig andauernde oder häufig wiederkehrenden, die Kniegelenke überdurchschnittlich belastenden Tätigkeiten" voraus. Angesichts dieser sehr weiten Definition der äußeren Einwirkung ist ergänzend auf die Ausführungen im Merkblatt für die ärztliche Untersuchung zur BK 2102 (Bek. des BMA, BArbBl. 2/1999 S. 135) abzustellen. Danach ist eine überdurchschnittliche Belastung der Kniegelenke biomechanisch gebunden an eine Dauerzwangshaltung, insbesondere bei Belastungen durch Hocken oder Knien bei gleichzeitiger Kraftaufwendung oder häufig wiederkehrende erhebliche Bewegungsbeanspruchung, insbesondere Laufen oder Springen mit häufigen Knick-, Scher- oder Drehbewegungen auf grob unebener Unterlage. Als eine mögliche Gefahrenquelle wird in dem Merkblatt ausdrücklich die Sportart Fußball benannt, soweit diese durch einen Berufssportler ausgeübt wird. Bei der weiteren Konkretisierung dieser vorgenannten Kriterien ist zu beachten, dass die Einwirkung nicht nur der Art nach, sondern auch nach ihrer Dauer und Intensität zur Verursachung der Krankheit geeignet gewesen sein muss, wobei insoweit maßgeblich auf den aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisstand abzustellen ist (vgl. Brandenburg in jurisPK-SGB VII, § 9, 1. Auflage 2009, Stand: 17. Dezember 2012, Rn. 68).

Der aktuelle medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisstand zu der Belastung der Kniegelenke durch die Ausübung der Tätigkeit als Profi-Fußballspieler wurde von dem Sachverständigen Dr. J. in seinem Gutachten vom 13. Februar 2012 sowie der ergänzenden Stellungnahme vom 15. Oktober 2012 umfassend dargelegt. Dabei hat der Sachverständige für den Senat nachvollziehbar und überzeugend ausgeführt, dass erhebliche Unterschiede in der Art der Meniskusbelastung zwischen den ebenfalls im Merkblatt zur BK 2102 genannten Untertagearbeitern bzw. Beschäftigten, die in andauernder Hock- und Kauerposition arbeiten müssen sowie Berufssportlern - insbesondere Fußballern bestehen. Da es beim Hocken und Kauern zu einer anhaltenden Quetschung des Meniskusgewebes kommt, wovon in besonderem Maße das Innenmeniskushinterhorn betroffen ist, kann ausschließlich bei den im Merkblatt zur BK 2102 genannten Berufsgruppen der Bergmänner, Ofenmaurer und Fliesen- oder Parkettleger davon ausgegangen werden, dass sich das Meniskusgewebe erholen kann, wenn die Zwangshaltung des Kniegelenkes zumindest vorübergehend beendet wird. Nach den Ausführungen von Dr. J. wurde bereits in einer 1968 von Pressel erstellten Studie daraufhin gewiesen, dass sich das Erkrankungsalter eines Lizenzfußballers deutlich von dem eines Untertagearbeiters sowie der Normalbevölkerung unterscheidet. Während Bergleute nach dieser Studie mit durchschnittlich 38,2 Jahren erkrankten, betrug das Alter der erstmaligen Erkrankung bei Fußballspielern durchschnittlich lediglich 28,6 Jahre. Auch die Expositionszeit - also der Zeitraum zwischen Aufnahme der kniebelastenden Tätigkeit und dem Auftreten des Meniskusschadens – war nach dieser Studie bei den Fußballspielern mit 7,6 Jahren im Vergleich zu den Bergleuten (12 Jahre) erheblich kürzer. Da seit Einführung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1962 die Professionalisierung des Fußballsports immer weiter zugenommen hat, bestehen auch für den Senat im Anschluss an die Ausführungen des Sachverständigen Dr. J. keine Zweifel, dass seit dieser Studie die sportartspezifischen Belastungen sowie Art und Umfang kniebelastender sportlicher Beanspruchung - auch durch veränderte Trainingsmethoden - inzwischen nochmals deutlich angestiegen sind. Folglich kann im Anschluss an die Ausführungen von Dr. J. davon ausgegangen werden, dass unter zeitgemäßen, auch für den Kläger gültigen Trainings- sowie Spielbedingungen die Expositionsdauer von drei Jahren versicherter Tätigkeit ausgereicht hat, um aus der bis dahin klinisch stummen Schadensanlage eine manifeste Zusammenhangstrennung des Innenmeniskus zu bewirken. Entgegen der Ansicht der Beklagte bzw. des Sozialgerichts in dem angefochtenen Gerichtsbescheid kann folglich nach den plausiblen Ausführungen von Dr. J. nicht davon ausgegangen werden, dass erst nach einer langjährigen Ausübung der Tätigkeit als Leistungsfußballer von ca. 8 bis 10 Jahren eine Beanspruchung der Menisci in einem für die BK relevantem Umfang eintritt. Weiterhin vermag der Senat den Ausführungen des Sozialgerichts in dem angefochtenen Gerichtsbescheid auch insoweit nicht zu folgen, als dieses hinsichtlich der Frage, ob eine "überdurchschnittlich" kniebelastende Tätigkeit vorliegt, die Zeitdauer des Trainings- und Spielbetriebs bei einem Profi-Fußballer mit der 8-stündigen Arbeitsschicht sonstiger Arbeitnehmer in Relation gesetzt hat. Die vom Sozialgericht geäußerte Ansicht steht insoweit schon mit dem Wortlaut des Merkblatts zur BK 2102 im Widerspruch, in dem Profi-Fußballspieler ausdrücklich als gefährdete Berufsgruppe genannt werden. Die vom Sozialgericht genannten Erwägungen zur Verneinung einer überdurchschnittlichen Belastungsintensität aufgrund der im Regelfall lediglich 2- bis 3-stündigen täglichen Trainings- und Spielzeiten betreffen zur Überzeugung des Senats die weit überwiegende Zahl der Fußballer, die diesen Sport unter professionellen Bedingungen ausüben. Damit ist die Ansicht des Sozialgerichts zur Relevanz der täglichen Trainings- und Spielzeiten mit der ausdrücklichen Benennung des Profi-Fußballsports unter den im Merkblatt genannten Gefahrquellen nicht in Einklang zu bringen.

Der Senat geht im Anschluss an die Ausführungen von Dr. J. auch nicht davon aus, dass in höheren Spielklassen die Meniskusbelastung größer ist als in den unteren Ligen, in welchen der Kläger seine versicherte Tätigkeit ausgeübt hat. Danach sind gerade unterhalb der 2. Bundesliga sowie mit abnehmender Eleganz des Spiels die mechanischen Belastungen des Kniegelenkes und der Menisken - bspw. beim Pressschlag oder beim "Misstritt" - höher als in den oberen Ligen. Dementsprechend niedriger ist - unter Berücksichtigung einer Dosis-Wirkungs-Beziehung - die für den Meniskusschaden notwendige Expositionsdauer zu veranschlagen. Für den Senat sind diese Ausführungen ohne weiteres nachvollziehbar und überzeugend, so dass keine Bedenken bestehen, diese dem vorliegenden Urteil zugrunde zu legen. Der Senat vermag dabei nicht zu erkennen, dass sich in quantitativer und qualitativer Hinsicht die körperliche Belastung durch Training und Spielbetrieb innerhalb der verschiedenen Spielklassen, in denen Fußball unter professionellen Bedingungen ausgeübt wird, erheblich unterscheidet. Insoweit kann beispielhaft auf die Trainingspläne der Fußballmannschaften aus der 1. Bundesliga, der 2. Bundesliga, der 3. Liga sowie der Regionalligen verwiesen werden, welche regelmäßig in den betreffenden Internetauftritten der Vereine veröffentlicht werden. Danach findet bereits in der Regionalliga (derzeit 4. Liga) in gleicher Weise wie in der 1. Bundesliga regelmäßig täglich eine Trainingseinheit statt, jeweils unterbrochen durch einen trainingsfreien Tag nach einem Spieltag. Die Anzahl der Spieltage wiederum ergibt sich aus der Anzahl der Mannschaften, die in einer Liga antreten. Da sich die Anzahl der Mannschaften in den einzelnen Spielklassen kaum unterscheiden, ist auch diesbezüglich bis auf einige Spitzenteams der 1. Bundesliga, welche noch zusätzliche Spiele auf internationaler Ebene (Champions League, Europa League) zu bestreiten haben kein wesentlicher Unterschied zu verzeichnen. In qualitativer Hinsicht - d.h. im Hinblick auf die spezifischen Belastungen des Trainings sowie der Spiele für die Kniegelenke - bestehen auch für den Senat im Anschluss an die Ausführungen von Dr. J. kein Zweifel, dass diese im Bereich der niedrigeren Spielklassen angesichts der dort anzutreffenden geringeren technischen Fertigkeiten der Spieler sowie der regelmäßig schlechteren Trainingsbedingungen eher höher einzuschätzen sind als dies in der 1. und 2. Bundesliga der Fall ist. Es liegt ohne weiteres auf der Hand, dass in den niedrigeren Spielklassen tendenziell schlechtere Fußballplätze bzw. sonstige Sportstätten sowie eine geringere Betreuung durch Ärzte und Physiotherapeuten anzutreffen sind. Aufgrund der geringeren technischen Fertigkeiten der Spieler in niedrigeren Spielklassen ist das Spiel dort auch eher stärker kampf- und körperbetont. Damit steht es zur Überzeugung des Senats fest, dass die sich die durchschnittliche Belastung der Kniegelenke durch die Ausübung des Fußballsports in den vier höchsten deutschen Spielklassen in quantitativer Hinsicht nicht wesentlich unterscheidet, während qualitativ aufgrund schlechterer Trainings- und Spielbedingungen und einem niedrigerem spielerischen Niveau sogar von einem erhöhten Risiko für den Eintritt von Meniskusverletzungen in den unteren Spielklassen auszugehen ist.

Insgesamt ergibt sich damit für den Senat keine Veranlassung, hinsichtlich der arbeitstechnischen Voraussetzungen der BK 2102 zwischen den verschiedenen Spielklassen, in denen Fußball unter professionellen Bedingungen ausgeübt wird, zu unterscheiden. Damit steht es zur Überzeugung des Senats fest, dass der unter professionellen Bedingungen betriebene Fußballsport zumindest in den obersten vier Spielklassen eine die Kniegelenke überdurchschnittlich belastende Tätigkeit im Sinne der BK 2102 darstellt.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen des Gerichts war der Kläger seit dem 1. Juli 1999 unter professionellen Bedingungen als Lizenzspieler in der 3. und 4. Spielklasse tätig. Damit erfüllt er zugleich auch das Kriterium der "Mehrjährigkeit" vor der erstmaligen Manifestation eines Meniskusschadens im November 2002, so dass insgesamt die arbeitstechnischen Voraussetzungen der BK 2002 erfüllt sind.

Im Anschluss an das Ergebnis der Gutachten von Dr. J. bestehen für den Senat weiterhin keine Zweifel daran, das bei dem Kläger ein Meniskusschaden im Sinne der BK 2102 vorliegt, welcher ursächlich auf die Belastung des Klägers im Rahmen der bei der Beklagten versicherten Tätigkeit als Lizenzfußballspieler zurückzuführen ist. Insoweit steht das Gutachten des Dr. J. auch in Übereinstimmung mit den vorangegangenen ärztlichen Gutachten von Dr. N. vom 3. März 2006 sowie von Dr. P. vom 28. Januar 2008, die bei dem Kläger ebenfalls einen Meniskusschaden festgestellt haben. Übereinstimmend wurde von allen drei genannten Sachverständigen ausgeführt, dass die Meniskuserkrankung auf vorzeitigen Verschleißerscheinungen beruht, welche im Wesentlichen auf die mehrjährige Belastung durch das Fußballspielern zurückzuführen sind. Dabei wurde von Dr. P. und Dr. J. nachvollziehbar dargelegt, dass die spezifische Belastungssituation der Kniegelenke beim Fußballspielen und die hierbei erfolgende unterschiedliche Beanspruchung der beiden Kniegelenke ohne weiteres mit der bei dem Kläger vorliegenden überwiegenden Betroffenheit des rechten Kniegelenks zu vereinbar ist.

Da es für die Bejahung des ursächlichen Zusammenhangs zwischen der Belastung aufgrund der versicherten Tätigkeiten und dem Eintritt der zur Entschädigung berechtigenden Gesundheitsstörung ausreichend ist, dass die berufliche Belastung zumindest eine rechtlich wesentliche Teilursache im vorgenannten Sinn darstellt, steht dem Anspruch des Klägers auch nicht entgegen, dass dieser bei einer Aufnahme des Fußballsports im Alter von sechs Jahren und nach Durchlaufen aller Jugendmannschaften bis zum Übergang in den Lizenzspielerkader bereits ein vorgeschädigtes Meniskusgewebe aufgewiesen haben dürfte. Nach dem Gutachten von Dr. J. steht es zur Überzeugung des Senats fest, dass die Belastung der Kniegelenke durch die Ausübung der Tätigkeit als Profi-Fußballspieler in den bei der Beklagten versicherten Beschäftigungsverhältnissen für den Eintritt der Meniskuserkrankung zumindest eine wesentliche Teilursache dargestellt hat.

Im Ergebnis liegen damit zur Überzeugung des Senats sämtliche Voraussetzungen einer BK 2102 vor.

Die Voraussetzungen für die Zuerkennung eines Rentenanspruchs lassen sich nach den vorliegenden Gutachten nicht objektivieren und wurden von dem Kläger vorliegend auch nicht geltend gemacht, so dass sich insoweit weitere Ausführungen an dieser Stelle erübrigen.

Die Kostenentscheidung resultiert aus § 193 SGG und folgt der Entscheidung zur Hauptsache.

Die Nichtzulassung der Revision ergibt sich aus § 160 SGG, weil die dortigen Voraussetzungen nicht vorlagen.

Die Veröffentlichung des Urteils erfolgt nach ausdrücklicher Genehmigung durch den Präsidenten des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main. Eine Nutzung dieses Urteils von Sozialversicherung-kompetent.de zur gewerblichen Nutzung ist untersagt.

Bildnachweis: ©Vitaly Krivosheev - stock.adobe.com

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