Die Entgeltersatzleistung Krankengeld

Der Krankengeldanspruch für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung ist in § 44 SGB V geregelt. Voraussetzung, damit ein Krankengeldanspruch realisiert werden kann ist, dass der Versicherte durch eine Krankheit arbeitsunfähig ist.

Bei der Leistung Krankengeld handelt es sich um eine Entgeltersatzleistung, die das durch die Arbeitsunfähigkeit entgangene Arbeitsentgelt bzw. Arbeitseinkommen ersetzen soll.

Arbeitsunfähigkeit

Grundsätzlich liegt eine Arbeitsunfähigkeit dann vor, wenn der Versicherte seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann bzw. dann eine Verschlimmerung droht. Wann Arbeitsunfähigkeit jedoch im Einzelfall und bei den unterschiedlichen Fallkonstellationen vorliegt, wird in den „Richtlinien über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung“, kurz „Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AUR) konkretisiert.

Kein Krankengeldanspruch

Folgende Personenkreise haben nach § 44 Abs. 1 Satz 2 SGB V keinen Anspruch auf Krankengeld:

  • Versicherte nach § 5 Abs. 1 Nr. 2a SGB V Bezieher von Arbeitslosengeld II,
  • Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen (§ 5 Abs. 1 Nr. 5 SGB V),
  • Versicherte, die an einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben teilnehmen (§ 5 Abs. 1 Nr. 6 SGB V),
  • Studenten, die an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen eingeschrieben sind (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V),
  • Versicherte, die eine in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschriebene berufspraktische Tätigkeit verrichten, zu ihrer Berufsausbildung ohne Arbeitsentgelt Beschäftigte sowie den Praktikanten gleichgestellte Auszubildende des Zweiten Bildungsweges, wenn diese nach § 5 Abs. 1 Nr. 10 SGB V versichert sind,
  • Versicherte nach § 10 SGB V (Familienversicherte),
  • Bezieher von Ruhegehalt nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen,
  • Bezieher von Vorruhestandsgeld, deren Bezug zur Versicherung nach § 5 Abs. 3 SGB V führt,
  • Rentenbezieher einer vollen Erwerbsminderungsrente, einer Rente wegen Erwerbsunfähigkeit oder einer Vollrente wegen Alters aus der Gesetzlichen Rentenversicherung,
  • Versicherte, die Leistungen beziehen, die ihrer Art nach der Rente wegen voller Erwerbsminderung, Erwerbsunfähigkeit oder Vollrente wegen Alters aus der GRV oder dem Vorruhestandsgehalt, das nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen gezahlt wird, vergleichbar sind und gleichzeitig von einem Träger der GRV oder einer staatlichen Stelle im Ausland gezahlt werden,
  • Bezieher von Leistungen, die ihrer Art nach der Rente wegen voller Erwerbsminderung, Erwerbsunfähigkeit oder Vollrente wegen Alters aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder dem Ruhegehalt, das nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen gezahlt wird, vergleichbar sind und nach den ausschließlich in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebietes geltenden Bestimmungen gezahlt werden.

Krankengeldanspruch für freiwillig Versicherte der GKV

Die Krankenkassen haben die Möglichkeit, für freiwillig Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung den Anspruch auf Krankengeld komplett auszuschließen oder zu einem späteren Zeitpunkt beginnen zu lassen.

Diese Satzungsregelung ist besonders für die Personenkreise gedacht, die sich freiwillig versichern und nicht erwerbstätig sind und deshalb keinen Einkommensausfall haben.

Ebenfalls ist die Regelung für Versicherte interessant, die zwar im Falle einer Arbeitsunfähigkeit einen Einkommensausfall haben, jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Krankengeldzahlung benötigen. Hier wird insbesondere an Selbstständige gedacht.

Fragen zum Krankengeld

Gerichtlich – für den Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung - zugelassene Rentenberater beraten und informieren Sie in allen Angelegenheiten der Leistung „Krankengeld von der Gesetzlichen Krankenversicherung“.

Fragen Sie die Spezialisten, die Sie auch in Widerspruchs- und Klageverfahren (Sozial- und Landessozialgerichte) vertreten und Ihre Krankengeldansprüche rechtlich durchsetzen.

Autor: Rentenberater Helmut Göpfert

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