§ 44a Fünftes Buch Sozialgesetzbuch
Krankengeld bei Spende von Organen, Geweben oder Blut zur Separation von Blutstammzellen oder anderen Blutbestandteilen
Spender von Organen, Geweben oder Blut zur Separation von Blutstammzellen oder anderen Blutbestandteilen nach § 27 Absatz 1a Satz 1 haben Anspruch auf Krankengeld, wenn die Spende an Versicherte sie arbeitsunfähig macht. Das Krankengeld wird den Spendern von der Krankenkasse der Empfänger in Höhe des vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit regelmäßig erzielten Nettoarbeitsentgelts oder Arbeitseinkommens bis zur Höhe des Betrages der kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze geleistet. Für nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherungspflichtige Spender ist das ausgefallene Arbeitseinkommen im Sinne von Satz 2 aus demjenigen Arbeitseinkommen zu berechnen, das der Beitragsbemessung für die letzten zwölf Kalendermonate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Hinblick auf die Spende zugrunde gelegen hat. § 44 Absatz 3, § 47 Absatz 2 bis 4, die §§ 47b, 49 und 50 gelten entsprechend; Ansprüche nach § 44 sind gegenüber Ansprüchen nach dieser Vorschrift ausgeschlossen. Ansprüche nach dieser Vorschrift haben auch nicht gesetzlich krankenversicherte Personen.
Typ: Gesetz
Paragraph: § 44a SGB V
Rechtsgebiet: Deutschland
Bereich: Gesetzliche Krankenversicherung
Weitere Informationen
Das Krankengeld bei der Spende von Organen dient dazu, den Verdienstausfall des Organ- oder Gewebespenders auszugleichen, der während der Zeit der medizinischen Maßnahmen (z. B. Entnahmeoperation, Vor- und Nachuntersuchungen) arbeitsunfähig ist. Es ist eine besondere Regelung im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und geregelt in § 44a SGB V.
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